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13.12.2023Thema: Hausmitteldrucken

Tags: Waschen, Umwelt, Sparen, Plastikfrei, Nachhaltig

Waschmittel ersetzen: Was reinigt gut UND ökologisch?

Auf der Suche nach etwas Besserem als herkömmliche Waschmittel bin ich auf Waschkugeln und Waschnüsse gestossen. Warum? Ich möchte kein Microplastik in meiner Wäsche, das irgendwann im Meer landet. Ich möchte Tenside und etliche chemische Stoffe im Abwasser und in meiner Kleidung vermeiden, zumindest reduzieren. Mit diesem Wunsch bin ich nicht allein. Wir alle wissen, dass wir mit unserer Umwelt sorgsamer umgehen müssen. Und wenn wir dabei noch Energie und Geld sparen können – umso besser! Ich habe die Alternativen „auf Herz und Nieren“ für Sie getestet.

Waschnüsse

waschnuesse
Ökologisch betrachtet reinigen Sie Ihre Kleidung super mit Waschnüssen. Die Früchte des Seifenbaums reinigen sauber und sind zudem vollständig biologisch abbaubar. Sie hinterlassen keine schädlichen Rückstände im Abwasser, wie herkömmliche synthetische Waschmittel das tun. Speziell Allergiker und Menschen mit Hautproblemen haben hier die perfekte Alternative. Waschnüsse sind ebenso geeignet für empfindliche Menschen oder mit Hauterkrankungen wie z. B. Neurodermitis. In der Vergangenheit schrieb ich schon einen ausführlichen Blogbeitrag über die waschaktiven Nüsse.

Waschbälle

 

oeko-waschball

Sie versprechen saubere Wäsche ohne Chemie. Aber stimmt das auch?

Mir fiel die Vorstellung doch schwer, dass ich kein Waschmittel benutzen muss, damit meine Wäsche sauber wird. Allerdings ist die Idee überwältigend, nur einmal einen Ball kaufen zu müssen, der dann für 1000 Wäschen reicht. Wenn ich mir ausrechne, wieviel Plastikflaschen ich nicht in den Müll werfe und wieviel Chemie nicht in die Gewässer kommt – das flasht schon. Der Hersteller wirbt sogar, dass nur 30 °C Waschtemperatur reicht. Wieviel Energie ich damit übers Jahr einspare!
Also habe ich die Waschbälle unter die Lupe genommen!

Der Testkandidat:

Der Öko-Waschball mit Mineral- und Keramikkugeln von Heldengrün: Er verspricht saubere Kleidung ohne künstliche Duftstoffe, Tenside oder anderen Zusatzstoffe. Keramik- und Mineralkugeln sorgen für eine mechanische Reinigung. Dazu wirken sie basisch, antibakteriell und neutralisieren Gerüche. Zwei fest verbaute Magnete erhöhen den pH-Wert des Wassers. So haben Flecken und Gerüche keine Chance mehr! Er hält laut Hersteller bis zu 1000 Wäschen.

Der grosse Wasch-Test:

Dazu gab es zwei grosse Test-Tage mit jeweils 3 Maschinen Wäsche.

Waschen bei 40° C (1. Waschtag)

Dunkle Wäsche:
Angefangen habe ich mit dunkler Wäsche ohne Vorwäsche im Ökoprogramm. Hier habe ich den Heldengrün Waschball statt Waschpulver in die Trommel gegeben. Alles war augenscheinlich sauber – und roch völlig neutral. Die Wäsche bekam keinen Weichspüler und kam auch nicht in den Trockner. Sie war demzufolge etwas knittrig nach dem Trocknen.

Buntwäsche:
Buntwäsche (mit Hand- und Badetücher, da nehme ich sonst 60 °C) mit dem Öko-Ball. Wieder im vorwaschfreien Ökoprogramm – aber diesmal mit einem Spritzer Wäscheduft im Weichspülerfach. Die Wäsche kam danach in den Trockner – wurde also angenehm weich und duftig.

Der Härtetest - Weisswäsche:
Weisswäsche, die ich normalerweise bei mindestens 60 °C oder gar 90 °C wasche. Ich habe einen Baumwoll-Spannbettbezug „präpariert“. Mit Ketchup, Senf und Sojasosse. Und besonders gemein: Ich habe die Flecken eintrocknen lassen. Ganz ehrlich, kein Waschmittel der Welt hätte diese Flecken rausbekommen. (Da hilft nur noch eine Schere….) Hier sehen Sie deutlich die Flecken:
verschmutztes-bettlaken

Dann wurde der Öko-Waschball wieder bei 40° im Ökoprogramm ohne Vorwäsche an die Arbeit geschickt. Dazu fürs Gefühl ein Schuss Hygienespüler und ein Spritzer Wäscheduft. Das ganze danach aus dem Trockner war duftig und weich. Entgegen der Anweisung, hartnäckigen Flecken mit Gallseife o. ä. vorzubehandeln, habe ich das NICHT gemacht. Ich wollte es nämlich wissen. Und zu meiner Verblüffung: Die Flecken waren deutlich weniger! Hier das „danach“-Foto:
sauberes-bettlaken

Mein Zwischen-Fazit:
Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich dachte, dass die Flecken zumindest noch deutlich im Stoff sind. Aber sie waren alleine durch die Kraft der Ökowaschkugel ziemlich raus gegangen. Hätte ich sie gemäss Anweisung vorbehandelt, wären sie sicher ganz weg gewesen.
Das war der erste Waschtag. Ich war für den Anfang sehr zufrieden. Nun musste ich mich aber noch an die niedrigeren Temperaturen trauen. Denn wir wollen ja wissen, ob Stromsparen auch sauber macht. Der Öko-Wachball benötigt nicht zwingend hohe Temperaturen, obwohl er bei jeder Temperatur zwischen 20° und 95° einsetzbar ist.

Waschen bei Niedrig-Temperaturen (2. Waschtag)

Heute galt die niedrige Temperatur von 30 °C als Testbedingung.

Schwarze Wäsche:
Angefangen habe ich mit schwarzer Wäsche. Wie bisher auch: Oköball im Ökoprogramm ohne Vorwäsche. Dazu im Weichspülerfach etwas Wäscheduft.
Das Ergebnis: Duftige und weiche Wäsche dank Trockner. Aber ich merkte, dass z. B. in Hoodys noch Geruch vom benutzten Deo drin war. Also werde ich hier in Zukunft entweder 40° oder eine kleine Waschmittelkappe hinzugeben.

Bunte Wäsche: 
Pullis, Shirts, Hosen. Ohne Handtücher, nur Pflegeleichtes. Mit dem Öko-Waschball bei 30° im Ökoprogramm ohne Vorwäsche, dazu im Weichspülerfach 2 Esslöffel Zitronensäure. Eine tolle Alternative zu normalen Weichspülern. Noch ein paar Tropfen Lavandinöl dazu, und die Wäsche duftet wunderbar. Die Wäsche kam nur ganz kurz bei niedriger Temperatur in den Trockner (Winter) und trocknete dann im Keller aus.
Das Ergebnis: Alles war tadellos sauber, frisch und duftig.

Wozu dienen Keramik und Magnete?

Ich verwende schon lange Keramikkugeln im Wasser zum Kaffee kochen und auch im Brausekopf zum Duschen. Beschichtete Magnete habe ich immer in der Waschmaschine und der Geschirrspülmaschine sowie im Wasserkocher. Was soll ich sagen: Alles bleibt länger kalkfrei. Bei dem harten Wasser bei mir zuhause macht das einen Unterschied. Also ist der Öko-Waschball schon schlau konzipiert. Zudem hat er eine 4-Fach Waschformel, die auch antibakteriell und geruchsneutralisierend wirkt.

Mein Kosten-Resümee:

Auf 1000 Wäschen benötige ich 1 Öko-Waschball. Dazu für Weichheit und Duft Zitronensäure (die mir auch noch nebenbei die Maschine länger kalkfrei hält), ätherisches Öl wie z. B. Lavandin oder Wäscheduft (Geschmackssache).
Gespart habe ich:

  • 62 Plastikflaschen Waschmittel
  • 124 Plastikflaschen Hygienespüler
  • 62 Plastikflaschen Weichspüler

Das sind übrigens ca. 600 Euro Waschmittelkosten – neben der Plastikersparnis. Und die Stromkostenersparnis dürfte sich dazu noch auf ca. 1.500 Kilowattstunden belaufen. Und wir reden hier von einem 2-Personen-Haushalt. Rechnen Sie mal weiter…

Weiche und duftige Wäsche?

Viele Menschen benutzen tatsächlich Weichspüler nicht wegen weicher Wäsche, sondern wegen dem Duft. Aber Weichspüler macht nicht nur weich und duftend – leider ist er die grösste Belastung im Wäsche-Abwasser. Und auch die Haut mancher Menschen reagiert auf die eingesetzten Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe mit Hautrötungen, Juckreiz und allergischen Reaktionen.

Was Sie wahrscheinlich noch nicht über Weichspüler wussten:

Weichspüler haben für mich ohnehin einen Ekelfaktor: Rinderfett. Dieses versteckt sich unter anderem hinter dem Begriff "Dihydrogenated Tallowoylethyl Hydroxyethylmonium Methosulfate". Und andere tierische Fette können zum Einsatz kommen. Der Tiertalg legt sich wie ein Film um die Gewebefasern und sorgt so für das weiche Tragegefühl. NEIN DANKE. Ein weiterer Ekelfaktor: Laut Verbraucherschutz können auf den vom Weichspüler verklebten Fasern Bakterien leichter wachsen. Ach – und wieder: nein danke….
Da bleibe ich doch bei Zitronensäure und ätherischem Öl. So habe ich auch keine Waschmittel- und Weichspülerrückstände in meiner Wäsche. Die ist ja schliesslich in ständigem Körperkontakt. Zitronensäure hat auch noch den Zusatznutzen, dass meine Waschmaschine nicht so schnell verkalkt.

DIY Weichspüler mit Zitronensäure

Nehmen Sie 5 bis 6 Esslöffel Zitronensäure, die Sie in einem Liter Wasser lösen (gerne mit z.B. Lavandin) - und bei jedem Waschgang etwa 1 bis 2 Dosierkappen davon in das Weichspülfach geben. Und wenn mir danach ist, nehme ich gerne auch einen Spritzer Wäscheduft ins Weichspülerfach dazu. Die Wahl der Düfte ist Ihrem eigenen Geschmack überlassen. Was Sie sonst noch alles mit Zitronensäure machen können, erfahren Sie im Blog "Zitronensäure - Ihre Heldin in Küche und Haushalt!".
zitronensaeure

Mein Fazit

Ich brauche ab sofort und in Zukunft nur noch ein paar „Bälle“! Ich tue Gutes für mich und meine Familie. Gutes für meine Haut, für meine Kleidung. Ich tue Gutes für unsere Umwelt – und last but not least - für meinen Geldbeutel (der zwar nicht sauber, aber wesentlich voller bleibt).
Ich hoffe sehr, Ihnen mit meinen Tests geholfen zu haben und wünsche mir, dass ganz viele Menschen ökologisch sinnvoll und umweltverträglich waschen. Machen Sie mit! Und sparen Sie mit.

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